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Forschung nach neuen alternativen Treibstoffen PDF Drucken E-Mail
Montag, 04. April 2011 um 13:31 Uhr

Schon längst ist die Erkenntnis ins Bewusstsein der Menschen eingedrungen, dass sich das Erdölzeitalter seinem Ende zuneigt. Konsequenzen aus dieser Erkenntnis wurden schon gezogen, indem auf alternative Treibstoffe wie Äthanol oder Erdgas gesetzt wird. Aber auch diese Möglichkeiten bieten nicht wirklich den Ausweg aus dem Dilemma, einen vollwertigen Ersatz für das praktische Erdöl bei der Bewältigung des massenhaften Individual- und Geschäftsverkehrs zu bilden. Es haben sich verschiedene Forschungsrichtungen herausgebildet, die der Lösung auf verschiedenen Wegen näher kommen wollen.

So versucht eine Forschergruppe der DLR (Deutsche Luft- und Raumfahrt) mittels der Methode Gas to Liquid (GtL) einen hochwertigen synthetischen Treibstoff zu entwickeln. Ausgangspunkt ist Erdgas, das mit Hilfe des bekannten Fischer-Tropsch-Verfahrens durch Zufuhr von Sauerstoff und Wasserdampf zu Synthesegas und dieses dann zu flüssigen Kohlenwasserstoffen umgewandelt wird. Dasselbe Verfahren kann auch für Biomasse eingesetzt werden. Erste Probeflüge mit diesem Ersatz-Kerosin sind erfolgreich verlaufen. Messungen haben ergeben, dass dieser neue Treibstoff bei der Verbrennung weniger Rußpartikel erzeugt als herkömmlicher, sodass der Umweltaspekt gewahrt bleibt.

Da die Herstellung von Äthanol aus Pflanzen ethisch bedenklich erscheint, wird an Methoden gearbeitet, diesen Treibstoff aus wertlosen pflanzlichen Abfällen zu gewinnen. Man will ja tolle Neuwagen wenigstens mit gutem Gewissen fahren können. Frankfurter Forscher haben erst kürzlich einen Hefetyp entwickelt, der genau dies ermöglichen soll. In dieselbe Richtung geht die Nutzbarmachung von Schlachtabfällen für Biodiesel.

Die EADS arbeitet zusammen mit schottischen Forschern am Einsatz von Wasserstoff als alternativen Treibstoff. Knackpunkt bei diesem Projekt ist die Speicherung von Wasserstoff in geeigneter, d.h. finanzierbarer Form. Die Nanotechnologie soll den Ausweg aus dem momentan existierenden Dilemma bringen.

Eine verführerische und gleichzeitig noch utopische Idee hat der deutsche Chemiker Plichta entwickelt, indem er die Nutzbarmachung von Sand zur Treibstoffgewinnung theoretisch begründet hat. Die dabei als Treibstoff auftretenden Silane könnten aus den fast unbegrenzten Sandvorräten der Erde gewonnen werden. Die Umweltfreundlichkeit wäre gewährleistet, weil bei der Verbrennung von Sandmotoren lediglich Wasser und Siliziumnitrit freigesetzt würde. Ein Vorteil dieser Technologie wäre, dass die bisherige Infrastruktur samt den Verbrennungsmotoren weiter genutzt werden könnten.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Dezember 2011 um 11:20 Uhr
 

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