| Stammzellenforschung |
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| Donnerstag, 21. Oktober 2010 um 11:20 Uhr |
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In der medizinischen Forschung ist der Begriff der Stammzellenforschung heute nicht mehr wegzudenken. Doch was hat es damit auf sich? Kern dieser revolutionären therapeutischen Methode, deren Grundlage bereits 1907 die amerikanischen Forscher Ross Harrison und Alexis legten, ist die Erkenntnis, dass sich im Blut der Nabelschnur Zellen befinden, die in der Lage sind, das blutbildende System wiederherzustellen. An solche bahnbrechenden Ergebnisse dachten die beiden Forscher Anfang des 20. Jahrhunderts allerdings noch nicht, als sie in unzähligen Experimenten mittels Petrischale versuchten, dem Geheimnis der Zellkulturen auf die Schlichte zu kommen. Dennoch ermöglichten die Väter der Gewebekultur mit ihren unermüdlichen Versuchen eine kontinuierliche Fortentwicklung der Stammzellellenkultur, die heute über sensationelle Erkenntnisse verfügt. Bereits 1982 gelang die Gewinnung von hämatopoetischen Stammzellen aus der Nabelschnur und heute beweisen Forschungsergebnisse an Mäusen die breite Wirkungsweise einer Stammzellenbehandlung, die bis zur kompletten Heilung schwerster Erkrankungen reicht. Wunder der Natur: Das NabelschnurblutDas Geheimnis dieser als spektakulär zu bezeichnenden Heilungsmethode ist dabei das Blut der Nabelschnur. Es enthält.ein Gen mit außerordentlicher Wirkunsweise. Es ist nämlich dazu in der Lage, bereits ausgereifte Zellen wieder auf die ursprünglichen Startbedingungen hin zu verändern. Die erkrankten Zellen werden praktisch umprogrammiert und einer Verjüngungskur unterzogen. An entsprechender Stelle implantiert, können sie so schließlich auch bei schwersten Erkrankungen wie etwa der Multiplen Sklerose oder Leukämie zu sensationellen Heilerfolgen führen. Forscher sehen inzwischen sogar beste Heilungschancen auch bei Diabetes und der gefürchteten Alzheimerkrankheit. Die Aussichten, mit der Implantation von Stammzellen beste Heilungsergebnisse zu erzielen, verleiht der Fantasie Flügel. So gibt es schon dahingehende Überlegungen, das Nabelschnurblut der Neugeborenen durch sachgerechte Lagerung so aufzubewahren, dass es in einem späteren Notfall zum Einsatz kommen kann. Methode ist nicht unumstrittenGanz unumstritten ist die Stammzellenmethode übrigens nicht. Neben der Tatsache, dass deren Erforschung zu den Highlights auf dem Gebiet der biologischen Forschung zählt und in manchen Fällen einen zu schnellen Ruhm verspricht, wird nicht selten auch ein Missbrauch von Forschungsgeldern befürchtet. Hinzu kommt die Angst vor möglichen Missbräuchen in der Diagnostik wie etwa bei der sogenannten PID. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Praeimplantationsdiagnostik, die an Embryonen durchgeführt wird. Erkrankungen werden damit im frühestmöglichen Stadium diagnostiziert. Kritiker hegen hinsichtlich der dann zu erwartenden Selektion von Embryonen ethische Bedenken. |
CH. Darwin war eigentlich Geologe und hat erst durch seine späteren Forschungserfolge Anerkennung als Zoologe und Biologe bekommen. |
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