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Teeproduktion – vom Anbau bis zum Versand PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 14. April 2011 um 06:20 Uhr

Teegenießer legen großen Wert auf eine gute Qualität des Tees. Um den Qualitätsansprüchen der Teeliebhaber gerecht zu werden, sind viele Kriterien, sei es beim Anbau oder der Produktion zu berücksichtigen.

Anbau und Ernte

Anfänglich waren nur in China Teepflanzen bekannt. 1823 wurden in Indien (Assam) Teepflanzen entdeckt, ab 1834 kultiviert und mit anderen Teearten bzw. Sorten gekreuzt, gezüchtet und angebaut. Für eine Plantage von einem Hektar benötigt man etwa zwölf- bis dreizehntausend Setzlingen, die nach der Ernte einen Ertrag von 1.500 Kilogramm Tee bringen. Bekannte Teesorten, die nach ihrem Anbaugebiet benannt werden, sind beim Schwarztee Assam, Ceylon und Darjeeling. Es gibt weltweit viele Teesorten und Anbaugebiete, aber auch Pflanzen die als Tee zubereitet werden. Ingwer beispielsweise, der als Zusatz für Kaffee oder Tee, wegen seiner anregenden Wirkung eingesetzt oder als Tee gebrüht wird, wächst in Erdteilen wie Australien, Asien, Südamerika und Afrika. Die Teeernte, das Pflücken der Teeblätter, erfolgt meist per Handarbeit.

Weiterverarbeitung – die Teeproduktion

Frische Teeblätter sind nicht lange haltbar, daher ist eine rasche Weiterverarbeitung in den Teilschritten Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen, Sortieren und Verpacken auf den Plantagen erforderlich. Durch das Trocken werden die Teeblätter geschmeidig gemacht – sie verlieren dabei 30 – 70 % der Feuchtigkeit. Der Arbeitsgang Rollen bricht die Blattzellen (Zellwände) auf, dadurch gelangt an den Zellsaft Sauerstoff, der durch die Fermentation oxidiert und so seine Farbe verändert und je nach Sorte, sein typisches Aroma voll entfalten kann. Der Trocknungsprozess entzieht dem Tee die restliche Feuchtigkeit (Zellsaft trocknet an den Blättern), die oxidierten Blätter erhalten ihre dunkle bis schwarze Farbe und der Tee bekommt die geforderte Haltbarkeit. Mit Hilfe eines Siebes erfolgt das Sortieren nach Blattgraden (Blatt-Tee, kleinblättriger Tee). Der letzte Schritt in der Teeproduktion ist das Verpacken in Kisten oder Papiersäcke, die den Tee vor äußeren Einflüssen während des Transports schützen.

 

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